Besuchen Sie die Naumon im Hafen Ruhrort Ein Besuch auf dem Theaterschiff Naumon der Theatergruppe La Fura dels Baus im Ruhrorter Hafen kurz hinter dem Pegel Ruhrort
„La Fura dels Baus“ – also etwas „das Frettchen der Müllhalde“ eine inzwischen weltberühmte katalanische Theatergruppe, die bereits bei der Eröffnung der Olympischen Spiele 1992 ein Milliarden-Publikum in aller Welt begeisterete, ist der Eigentümer des bereits seit Juni vergangenen Jahres im Ruhrorter Hafen vor Anker gegangenen Theaterschiffes mit dem Namen „Naumon“.
Die Künstlergruppe wird im Rahmen der Local Hero Woche und gleichzeitig zum Auftakt der Duisburger Akzente 2010 am 21. Mai 2010 eine spektakuläre Show als Hommage an Wagner und Mercator darbieten. Ort dieses Spektakels ist die Naumon an der bis dahin eigens umgestalteten Mercatorinsel in Duisburg Ruhrort. Zu diesem Highlight im Hafen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 werden tausende Menschen erwartet und dürfen sich dabei auf Großes gefasst machen.
17 junge Künstler Doch das ist ein Thema auf das es später im Jahr noch einmal zurück zu kommen gilt. Heute geht es zwar ebenfalls um die Naumon, aber unter einem anderen, wenn auch ebenfalls künstlerischen Aspekt und Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Carlos Padrissas, der Regisseur der Theatergruppe hat auf sein 60m langes Theaterschiff eine Gruppe von insgesamt 17 Künstlern eingeladen, um dort zu leben und künstlerisch tätig sein zu können. Die Künstler haben eines gemeinsam, sie alle kommen aus Karlsruhe von der dortigen Hochschule für Gestaltung. Bildhauer, Designer, Medienkünstler, Maler und Theaterwissenschaftler sind unter ihnen, alle voller Abenteuerlust, Kreativität und künstlerischem Schaffensdrang.
Einladung an Bord
Bereits in der vergangenen Woche und wieder am 21., 22. und 23. Januar 2010 laden die Künstler zu einer Besichtigung der Naumon und ihrer Werke ein. Jeweils in der Zeit zwischen 17:00 und 20:00 Uhr kann man das Schiff (manche würden vielleicht sagen: „den alten Kahn“) betreten, um in der schlecht beleuchteten, ja bisweilen düster und geheimnisvoll wirkenden Atmosphäre auf eine Art Entdeckungsreise der Geschichte des 1965 vom Stapel gelaufenen Schiffes und der künstlerischen Arbeiten gehen. Projektoren spiegeln Vergangenes wieder und kommt man in den Rumpf der Naumon, entdeckt man neben verschiedenen Lichtinstallationen eine mitten im Raum aufgehängte Anzahl von Schaukeln. Diese kann man selbst ausprobieren, sollte aber darauf Acht geben, dass sie recht unkonventionell angebracht sind und man bei seinen Schwüngen immer Gefahr läuft, mit einem anderen Schaukelnden „aneinander zu geraten“. Die Schaukelinstallation gibt auch das Motto für die Ausstellung in dem Schiff: „Ein schaukelndes Stück Raum“ – zitiert nach Foucault.
Freundliche Atmosphäre
Trotz der kalten Temperaturen auf dem zugigen Schiff herrscht bei der Besatzung eine gute Stimmung und besonders gefreut habe ich mich, völlig unangemeldet und ausserhalb der Öffnungszeiten von den jungen Künstlern eine Sonderführung bekommen zu haben, selbst an die Orte des Schiffes, die deutlich mit Schilder „No entrar“ – „Betreten verboten“ gekennzeichnet waren. Mir hat der Besuch großen Spass gemacht und ich kann daher jedem nur empfehlen, sich die einmalige Gelegenheit zu einer Besichtigung ab dem kommenden Donnerstag nicht entgehen zu lassen. Übrigens: Der Eintrittspreis von 5€ bzw. ermäßigt 3€ ist gut investiert!
Frank-M. Fischer
Ruhr 2010 - Hanielprojekt Brückenschlag gestartet! "Herzstück der Kulturhauptstadt 2010 in Duisburg ist die LOCAL HEROES Woche im Mai 2010 - Herzstück dieser Woche ist Ruhrort mit der Mercatorinsel" stellt Kulturdezernent Karl Janssen herraus
Die Bauarbeiten für die Treppenanlage, die ab April 2010 die Friedrich-Ebert-Brücke mit der Spitze der Mercatorinsel verbinden wird, haben begonnen. Haniel finanziert das Projekt "Brücken-schlag" und leistet damit einen Beitrag zur Stadtteilentwicklung - und insbesondere zur Kulturhauptstadt RUHR. 2010. " Herzstück der Kulturhauptstadt 2010 wird in Duisburg die LOCAL HEROES Woche im Mai sein. Herzstück dieser Woche sind der Duisburger Hafen, der Stadtteil Ruhrort und die Mercatorinsel. Die Local heroes Woche ist eingebunden in die Duisburger Akzente mit großartigen Produktionen. Wir sind dem Ruhrorter Unternehmen HANIEL sehr dankbar für ihr vorbildliches Engagement" stellt Kulturdezernent Karl Janssen heraus. Die Mercatorinsel, einstige Lagerfläche für Schüttgüter am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr, liegt zum Teil brach. Doch das soll sich ändern. Ziel ist es, an der Inselspitze einen fast sechs Hektar großen Park anzulegen, der Raum für Kunst und Kultur bietet. Über die neue Treppe können Besucher das Gelände bequem zu Fuß erreichen. Zudem gibt es auf 16 Metern Höhe eine Aussichts-plattform. Bis zum 30. April 2010 soll die Treppenanlage fertig sein.
Mit der Planung und Bauleitung ist das Architekturbüro Tollé aus dem nieder-sächsischen Verden beauftragt, das auch das neue Bürogebäude am Ruhrorter Neumarkt entworfen hat. Die Statik wurde durch das Ingenieurbüro Vössing mit Sitz in Duisburg erstellt . Das Tiefenfundament für die Treppenanlage steht bereits: mit Stahl verstärkte Betonpfähle, die 15 Meter in die Erde hineingebohrt wurden. Aus diesem Anlass wurde nun gemeinsam mit allen am Projekt beteiligten öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen der offizielle Grundstein gelegt. "Zwar sind Bauarbeiten auf der Mercatorinsel in der Hochwasserzeit von November bis März grundsätzlich untersagt. Wir haben jedoch Ausnahmege-nehmigungen beantragt und gehen davon aus, dass wir bis Anfang Dezember 20o9 ohne Unterbrechung weitermachen können", erklärt Anton Jordanland, Projektleiter im Architekturbüro Tollé. Vorausgesetzt, der Wasserpegel von aktuell 2,8 Metern steigt nicht über die Marke von 7,5 Metern. Dann wäre die Baustelle sofort zu räumen.
Eine halbe Million Euro lässt sich Haniel das Projekt kosten, wobei das Ingenieurbüro Vössing seine Arbeit nicht in Rechnung stellt. Haniel-Vorstands-mitglied Prof. Dr. Klaus Trützschler: "Wir sehen den "Brückenschlag" als nach-haltige Investition in unseren Standort. Die Anziehungskraft des Stadtteils für Touristen, neue Bewohner und Investoren wird steigen. Denn sobald die Insel-spitze erschlossen ist, verbessert sich das Freizeitangebot. Ruhrort bekommt mehr Grünraum und eine großartige Bühne für Freiluftaufführungen."
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH, Fritz Pleitgen, sieht in der neuen Nutzung der Inselspitze ein große Chance für die Kunst: "Duisburg hat mit dem neuen Freizeitkonzept die Möglichkeit, zu einem Bregenz am Rhein zu werden. Ein hochgestecktes Ziel, wie ich zugebe. Aber: warum nicht?! Der Platz ist ideal. Musik, Schauspiel und viele andere Dinge können sich zukünftig in einer stimmungsvollen Open-Air-Atmosphäre umschlungen vom Rhein in neuer Art den Menschen präsentieren.
Einen Vorgeschmack darauf gibt es am 21. Mai 2010 am Hafeneingang in der Nähe der Mercatorinsel: Haniel präsentiert als Hauptsponsor der Kulturhaupt-stadt RUHR.2010 eine spektakuläre Show - mit einem Schiff als Bühne. Die spanisch-katalanische Theatergruppe "La Fura dels Baus" wird mit 60 Trapez-künstlern das Stück "Das globale Rheingold" aufführen. Dazu spielt ein Orchester live Musik von Richard Wagner und eine Neu-Komposition, die vom Kartografen und Wahl-Duisburger Gerhard Mercator inspiriert ist.
"Brückenschlag" ist eingebettet in den "Masterplan Ruhrort", ein Entwicklungs-konzept, das Haniel gemeinsam mit der Duisburger Hafen AG duisport, der Duisburger Gemeinnützigen Baugesellschaft GEBAG und dem Stadtentwick-lungsdezernat in Auftrag gegeben hat. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland: "Der Hafenstadtteil Ruhrort hat mit seinen vielen Wasserlagen eine herausragende städtebauliche Qualität. Der vor kurzem vorgestellte 'Masterplan Ruhrort' sieht ein Bündel von Maßnahmen vor, mit denen die Attraktivität von Ruhrort noch weiter gesteigert werden soll. Der heute begonnene 'Brücken-schlag' ist ein erster großer Meilenstein dieses Masterplans"
siehe auch:
http://www.haniel.de
INFORMATION ZUR LOCAL HEROES WOCHE
Spektakuläres Open-Air-Theater in Duisburg 2010
"Großartige Bilder werden im Mai 2010 unsere Hafenstadt Duisburg weltweit zeigen" so Kulturdezernent Karl Janssen
Verneigung vor Wagner und Mercator - Duisburg Hafen der Kulturhauptstadt: La Fura dels Baus entwickelt Open-Air-Theater für den Ruhrorter Hafen.
Die spanisch-katalanische Theatergruppe „La Fura dels Baus“ wird mit einer neuen, Aufsehen erregenden Großproduktion am 21. Mai 2010 den unter dem Motto „Duisburg - Hafen der Kulturhauptstadt“ stehenden Programmbeitrag der Stadt Duisburg zum Kulturhauptstadtjahr eröffnen.
Die Performance „Das globale Rheingold“ wird eine Verneigung vor Richard Wagner und Gerhard Mercator sein. Mercator, der bedeutendste Kartograf des 16. Jahrhunderts, lebte von 1552 bis zu seinem Tod 1594 in Duisburg und schuf hier den Hauptteil seines Lebenswerkes.
Bei der Aufführung auf der Mercatorinsel in unmittelbarer Nähe des Rheines wird ein 60 Meter langes Schiff, die NAUMON, zu einer schwimmenden Bühne u.a. für 60 Trapezkünstler, neun Meter große Riesenfiguren,
Feuerwerk, ein Orchester, große Ballone und mehr. Das „Rheingold“ in der Version von „La Fura“ ist zugleich der Auftakt des zehntägigen Projektes „ruhrort(t)räume“, das den Hafenstadtteil als Bühne für Kultur erschließt und zugleich seine Chancen und Perspektiven thematisiert.
„Wir freuen uns außerordentlich, dass wir die Theatergruppe ‚La Fura dels Baus‘, die ja weltweit für ihre Open-Air-Produktionen und großartigen Bilder bekannt ist, für diese neue Inszenierung gewinnen konnten“, betonte der Duisburger Kulturdezernent Karl Janssen. „Der Hafen der Kulturhauptstadt und eine Theaterproduktion, die einen Bezug zu Gerhard Mercator herstellt und bei der ein Schiff Element und spektakuläre Hauptbühne sein wird, das passt einfach zusammen“, so Janssen.
Auch Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH ist von der Idee überzeugt: „Das Projekt ‚Das globale Rheingold‘ und die Gesamtgeschichte ‚ruhrort(t)räume‘ werden ein Highlight im Hafen der Kulturhauptstadt. Die Mercatorinsel als Bühne zu gewinnen, bedeutet neues Leben und Erleben in eine bis dato unzugängliche Landzunge zu bringen. Das Stillen dieser kulturellen Sehnsucht ist ganz im Sinne der Nachhaltigkeit von RUHR.2010. Damit bildet Duisburg einen weiteren wichtigen Baustein für die Errichtung der Metropole Ruhr.“ Als neuer Hauptsponsor engagiert sich die in Duisburg-Ruhrort ansässige Franz Haniel & Cie. GmbH für die Kulturhauptstadt RUHR.2010. „Haniel hat sich entschlossen RUHR.2010 als Hauptsponsor zu unterstützen. Dazu fühlen wir uns verpflichtet. Schließlich liegt im Ruhrgebiet der Ursprung unseres Erfolges: Seit 1756 stellen wir hier in Duisburg-Ruhrort die Weichen für unsere Zukunft“, unterstrich Prof. Dr. Klaus Trützschler, Vorstand der Franz Haniel & Cie. GmbH. „RUHR.2010 hat das Potenzial, das Image unseres Standortes nachhaltig zu verbessern. Besucher aus dem In- und Ausland werden herbeiströmen. Journalisten werden über die Ereignisse berichten und so die veränderte wirtschaftliche und soziale Situation im Ruhrgebiet in alle Welt tragen. Das wird auch für Haniel positive Effekte freisetzen.“ Erstmals werde „La Fura“ eine „Naumaquia“ mit Elementen ihrer Wagner-Tetralogie, die unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta in den Opernhäuser von Valencia und Florenz aufgeführt wurde, und mit der Uraufführung einer Gerhard Mercator gewidmeten Komposition verbinden, skizzierte Regisseur Carlus Padrissa (La Fura dels Baus) die Konzeption von „Das globale Rheingold“. Als „Naumaquia“ bezeichnet „La Fura“ ihre Großproduktionen von der schwimmenden Bühne der NAUMON in Anlehnung an antike Seeschlachten in Amphitheatern. Die vier Teile von „Das globale Rheingold“ sind den „vier Elementen“ Wasser, Feuer, Luft und Erde zugeordnet. Der erste Teil beginnt mit Musik aus Wagners „Rheingold“ und dem Gesang der Undinen. Im zweiten Teil öffnet sich das Schiff und aus dem Innenraum steigt unter Feuer und Dampf die Figur eines neun Meter großen Riesen empor, der über die Erfindung der Dampfmaschine spricht. Er beginnt zu schweben, während gleichzeitig Bergleute aus Erdlöchern kriechen. Auch sie erheben sich in die Luft. Gleichzeitig erreicht der Gesang seinen Höhepunkt. Kernstück des vierten Teils „Erde“ ist die Uraufführung einer Gerhard Mercator gewidmeten Komposition von Ali N. Askin. Am Ende verschwindet die NAUMON in einem großen Feuerwerk.
Die NAUMON wurde 1965 auf der norwegischen Werft Aukra Bruk AS gebaut und versah u.a. unter dem Namen Arold ihren Dienst als Küstenmotorschiff. Seit einigen Jahren gehört das Schiff der Theatergruppe „La Fura dels Baus“ und war unter dem Namen NAUMON mit verschiedenen Produktionen im Mittelmeerraum und in Taiwan unterwegs.